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Protocol #14

Protocol #14

Wo KonformitĂ€t – die Übereinstimmung mit der Norm, der Mehrheitsmeinung, dem business as usual – endet, wird es ungemĂŒtlich: dort, wo Akteure anecken, wo sie Normen eines gesellschaftlichen, politischen oder auch technischen Kontexten hinterfragen, sind sie mit Strapazen, MĂŒhsalen und Widerstand konfrontiert. Konform sind wir daher nicht nur aufgrund von Ă€ußerem Druck, sondern auch aus einem inneren BedĂŒrfnis nach Zugehörigkeit. NonkonformitĂ€t wird hingegen aus eigenstĂ€ndigen Entscheidungen geformt, die von der Mehrheitsmeinung abweichen. Und die Mehrheitsmeinung in der Baubranche ist der Markt. Der Architekturdiskurs unterliegt dabei dem Wandel der Gezeiten: Das, was eben noch nonkonform  war, hat sein PrĂ€fix schon lange wieder verloren, ist inzwischen bereits wieder form-konform oder norm-konform. Innerhalb einer mĂŒden Disziplin, die sich stĂ€ndig selbst neu zu erfinden versucht, kann NonkonformitĂ€t  auch der Protest gegen die verschwenderische Erneuerung sein. Alles das, was nicht in diejenigen standardisierten Schubladen passt, aus denen wir immer wieder dieselben abgenutzten Referenzen hervorholen. Die BeitrĂ€ge durchzieht eine kritische Bewusstseinwerdung, ein Prozess des Umdenkens und eine motivierende Tatkraft. Der Reiz, ĂŒber das Anders-machen und Anders-denken zu lesen, liegt dabei auch immer in der Spekulation ĂŒber die Zukunft. Sind die vorgestellten Strategien in Ă€hnlichen Kontexten anwendbar? Wir hoffen, dass die BeitrĂ€ge Mut fĂŒr die Praxis machen und sich als Referenzen im Weiterdenken unserer krisenhaften Disziplin bewĂ€hren.

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Wo KonformitĂ€t – die Übereinstimmung mit der Norm, der Mehrheitsmeinung, dem business as usual – endet, wird es ungemĂŒtlich: dort, wo Akteure anecken, wo sie Normen eines gesellschaftlichen, politischen oder auch technischen Kontexten hinterfragen, sind sie mit Strapazen, MĂŒhsalen und Widerstand konfrontiert. Konform sind wir daher nicht nur aufgrund von Ă€ußerem Druck, sondern auch aus einem inneren BedĂŒrfnis nach Zugehörigkeit. NonkonformitĂ€t wird hingegen aus eigenstĂ€ndigen Entscheidungen geformt, die von der Mehrheitsmeinung abweichen. Und die Mehrheitsmeinung in der Baubranche ist der Markt. Der Architekturdiskurs unterliegt dabei dem Wandel der Gezeiten: Das, was eben noch nonkonform  war, hat sein PrĂ€fix schon lange wieder verloren, ist inzwischen bereits wieder form-konform oder norm-konform. Innerhalb einer mĂŒden Disziplin, die sich stĂ€ndig selbst neu zu erfinden versucht, kann NonkonformitĂ€t  auch der Protest gegen die verschwenderische Erneuerung sein. Alles das, was nicht in diejenigen standardisierten Schubladen passt, aus denen wir immer wieder dieselben abgenutzten Referenzen hervorholen. Die BeitrĂ€ge durchzieht eine kritische Bewusstseinwerdung, ein Prozess des Umdenkens und eine motivierende Tatkraft. Der Reiz, ĂŒber das Anders-machen und Anders-denken zu lesen, liegt dabei auch immer in der Spekulation ĂŒber die Zukunft. Sind die vorgestellten Strategien in Ă€hnlichen Kontexten anwendbar? Wir hoffen, dass die BeitrĂ€ge Mut fĂŒr die Praxis machen und sich als Referenzen im Weiterdenken unserer krisenhaften Disziplin bewĂ€hren.