
Bunkerarchäologie - Paul Virilio
Der Ruf als Autor, den Paul Virilio (1932–2018) heute genießt, geht auf seine Arbeit für seine Bunkerarchäologie zurück. Als er in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre begann, verlassene Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg entlang der französischen Atlantikküste zu fotografieren, arbeitete er mit Glas als künstlerischem Medium. 1966 präsentierte er seine Fotografien erstmals der Öffentlichkeit in der Zeitschrift architecture principe, deren Mitherausgeber er war. Damals interessierte er sich besonders für die architektonischen Aspekte dieser Kriegsbauten. Er sah die Bunker als „Vorläufer einer neuen Architektur“, die er mit dem Begriff „kryptische Architektur“ zu fassen versuchte. Die erste Ausstellung von Virilios „Bunker Archeology“ fand 1975 im Centre Pompidou statt, als das Museum noch im Aufbau war. Gleichzeitig erschien sein bahnbrechendes Buch, in dem er alle Motive seines philosophischen Denkens darlegte: militärischer Raum und Kommunikationskrieg, Tarnung und Beschleunigung, eine gewissenhafte Lektüre der Gegenwart gepaart mit dem Wunsch nach philosophischer Spekulation. Obwohl seit der Erstveröffentlichung des Werks fast fünfzig Jahre vergangen sind, ist Bunkerarchäologie nach wie vor voller Bezüge zur Gegenwart. Anlässlich einer Ausstellung im Centre Pompidou erscheint eine Neuauflage des Buches in französischer, englischer und deutscher Sprache.
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Der Ruf als Autor, den Paul Virilio (1932–2018) heute genießt, geht auf seine Arbeit für seine Bunkerarchäologie zurück. Als er in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre begann, verlassene Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg entlang der französischen Atlantikküste zu fotografieren, arbeitete er mit Glas als künstlerischem Medium. 1966 präsentierte er seine Fotografien erstmals der Öffentlichkeit in der Zeitschrift architecture principe, deren Mitherausgeber er war. Damals interessierte er sich besonders für die architektonischen Aspekte dieser Kriegsbauten. Er sah die Bunker als „Vorläufer einer neuen Architektur“, die er mit dem Begriff „kryptische Architektur“ zu fassen versuchte. Die erste Ausstellung von Virilios „Bunker Archeology“ fand 1975 im Centre Pompidou statt, als das Museum noch im Aufbau war. Gleichzeitig erschien sein bahnbrechendes Buch, in dem er alle Motive seines philosophischen Denkens darlegte: militärischer Raum und Kommunikationskrieg, Tarnung und Beschleunigung, eine gewissenhafte Lektüre der Gegenwart gepaart mit dem Wunsch nach philosophischer Spekulation. Obwohl seit der Erstveröffentlichung des Werks fast fünfzig Jahre vergangen sind, ist Bunkerarchäologie nach wie vor voller Bezüge zur Gegenwart. Anlässlich einer Ausstellung im Centre Pompidou erscheint eine Neuauflage des Buches in französischer, englischer und deutscher Sprache.











